Friedliches Miteinander

Bei unserer letzten Vorstandssitzung kamen wir irgendwie auf das Thema der alltäglichen Brutalität und Unfreundlichkeit und waren uns darin einig, dass wir so etwas bei uns im Club nicht erleben möchten. Als ich später an diese Diskussion dachte, fiel mir unser langjähriger Vorsitzender und Ehrenvorsitzender Jürgen-Dieter Körner ein.
Jürgen-Dieter war ein sehr sozial eingestellter Mensch und versuchte, an vielen Stellen zu helfen. Auf seine Initiative hin haben wir zum Beispiel das Projekt »fit für den job« drei Jahre lang zusammen mit der Kirche veranstaltet. Uns wurden vom Sozialamt junge Menschen benannt, denen wir versucht haben zu helfen, einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz zu bekommen.
So gab es eine grundsätzliche Einführung in die Computertechnik, an der heute wohl kein junger Mensch mehr vorbei kommt. Frank hatte eine »Musterfirma« ins Leben gerufen, in der die jungen Menschen lernten, bestimmte Rechenaufgaben, die man im Berufsleben braucht, zu festigen. Wichtig waren auch die Besuche in verschiedenen Firmen, um den jungen Menschen einen Einblick in die vielfältigen Berufsmöglichkeiten zu geben.
Alles in allem darf ich sagen, dass wir erfolgreich waren.
Gerne erinnere ich mich an den jungen Ukrainer, der unbedingt Automechaniker werden wollte – es gab aber keine Lehrstellen. Jürgen-Dieter animierte ihn, sich ein bisschen im Umfeld umzuschauen. Er wurde nun Busfahrer und war glücklich! Oder die junge Türkin, die eine Lehrstelle bei einem Steuerberater bekam und der wir bei der Formulierung ihrer originellen Bewerbung (»Ich habe mich schon immer für Zahlen interessiert …«) noch ein bisschen geholfen haben.
Für Jürgen-Dieter war es egal, aus welcher Heimat ein Mensch kam, welchen »gesellschaftlichen Status« er hatte – alle waren willkommen. Und so wollen wir es auch in Zukunft halten! Detlef Witt

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