Ein interessanter Ausflug

Als Vorbereitung auf das Projekt Familienforschung der Donnerstag-Gruppe mit dem Programm Gramps
planten August und seine Gruppe einen Besuch des Auswanderer-Museums BallinStadt in Hamburg-Vettel.
Gramps ist ein so genanntes  Genealogie-Programm (Genealogical Research and Analysis Management
Programming System)
für Linux, Windows und macOS und  ermöglicht die Eingabe, Verwaltung und Ausgabe
von genealogischen Daten. (Wikipedia)
Am 30. August fuhren wir mit 15 Personen mit der S-Bahn nach Vettel.
August hatte – wie üblich – den Ausflug liebevoll vorbereitet. Kurz nach unserer Ankunft hielt eine junge Frau einen flotten Einführungsvortrag, der es ermöglichte, die ausgestellten Exponate besser einzuordnen und zu verstehen.
In der ersten der vier Hallen sahen wir den Nachbau einer der Schiffskabinen, den Schreibtisch des Herrn Ballin sowie Fotos und Texte zur Geschichte der Einrichtung.
In Halle zwei beeindruckte zunächst ein gewaltiges Segelschiff-Modell, es wurde eine weniger komfortable 4-Bett-Kabine gezeigt und dann sehr nachdenklich stimmende Dinge, die die Menschen in ihrer alten Heimat hinterlassen haben:
Das sind zum Beispiel eine kleine Kamera, ein Fahrrad(sattel), das gute Brot vom Bäcker, eine von zwei Puppen. Und auch ein Trabbi und ein Zündapp-Motorrad stehen dort. Hier gedenkt man mit Masken, Bildern und anderem auch der Auswanderer, die nach Südamerika und in andere Ländern der Erde ausgewandert sind.
In der dritten Halle dann eine Sonderausstellung über Albert Ballin, ein großer und vorausschauender Menschenfreund. Obwohl er die größte deutsche Reederei aufbaute, hatte er es als Jude in Deutschland sehr schwer. Zitate loben ihn in den höchsten Tönen, andere sind kleinkariert. Auf jeden Fall hat er mit der BallinStadt etwas Großartiges aufgebaut!
Da er sowohl mit dem Kaiser als auch Churchill bekannt war, versuchte er, den Ersten Weltkrieg zu verhindern. Leider ist ihm das nicht gelungen und er nahm sich 1918 das Leben.
In Restaurant in Halle 4 hatten wir abschließend unser Mittagessen. Die Einrichtung erinnert zum Teil an die langen Tische und Bänke der ursprünglichen Anlage.
In dieser Halle sind auch die 4 Computer-Stationen für Familienforschung eingerichtet.
Verwendet wird die Online-Plattform ancestry, mit der das Museum einen Partnerschaftsvertrag hat.
»Ancestry ist die weltweit größte Online-Plattform für Familienforschung. Wir bieten Zugriff auf weltweit 20 Milliarden historische Dokumente, darunter 500 Millionen deutsche. Für eine stetig wachsende Anzahl an Dokumenten digitalisieren und indexieren wir Archivmaterial.«
Der Autor dieses kleinen Artikels war erfolgreich. Er fand seinen Großvater, dessen Ehefrau und älteste Tochter,
die im Oktober 1907 in die USA ausgewandert sind. Sein Geburtsdatum war allerdings um 1 Jahr falsch angegeben.
Aber bei 5.000 Auswanderern pro Woche kann so etwas passieren.
Hier ein paar Bilder:

 

Am Schreibtisch des Albert Ballin

Familien-Kabine

 

 

 

 

 

 

 

 

Was die Auswanderer zurücklassen mussten

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum Schluss hatten wir ein schönes Mittagessen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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